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Worum es geht
Veronika und Fabian erzählen, wie sie bei drei Projekten gleichzeitig neu um Sichtbarkeit kämpfen: Fabian als KI-Speaker, die Konferenz Rise of AI und ihre neue Longevity-Firma Ever After Now. Es geht um eingebrochene LinkedIn-Reichweite, eine für Sprachmodelle umgebaute Website, 255 automatisiert aufbereitete YouTube-Videos, Wikidata als unterschätzten Hebel und einen gescheiterten Agenten-Test mit Eventkalendern. Dazu ein Abstecher zu Embodied AI: warum die Roboter-Videos meist geskriptet sind und warum China nach Solar und Elektroautos als Nächstes mit billigen Robotern kommt.
Sendeablauf
- 00:03Neue Sichtbarkeit im Wandel
- 04:01LinkedIn verliert an Reichweite
- 09:47Webseite für KI optimieren
- 15:54Haltung im Newsletter
- 18:05Wikidata und strukturierte Daten
- 21:14Ever After Now neu aufbauen
- 30:28Embodied AI und Roboter
- 35:36China drängt in den Markt
- 40:14Kreativität statt Einheitsbrei
- 43:54Vertrauen und Personal Branding
O-Töne
„Die Frage ist jetzt nicht mehr, wie bekomme ich möglichst viele Views oder möglichst viel Reichweite, sondern: Wie werde ich Teil der Antwort – als Referenz, als Empfehlung bei KI-Systemen?“
„Es hat funktioniert, die Webseite neu zu schreiben und so zu optimieren, dass die Sprachmodelle sie besser berücksichtigen können. Auf einmal kriege ich Anfragen von Leuten, die wahrscheinlich eine KI gefragt haben, wen sie einladen sollen.“
„Wenn du es imperfekt und halb gar haben möchtest, dann ist KI super. Aber wenn du es wirklich on point richtig gut haben willst, ist es wirklich schwierig.“
„Wir wollen uns nicht als generischer Event positionieren, sondern als Event mit einer ganz klaren Meinung. Und unsere Meinung ist: Wir sind Optimisten, die machen.“
„Indem du es mit Menschen machst. Das wird eines Tages wirklich ein USP sein.“
„Wahre Substanz hält länger. Schreibe nicht für morgen, sondern für etwas, das man in fünf Jahren auch noch lesen möchte – und mach es auffindbar.“
Zuschauerfragen
Wie werde ich von ChatGPT und anderen KI-Systemen als Experte empfohlen?
Fabian Westerheide hat seine Website neu aufgesetzt, sodass Sprachmodelle sie gut auslesen können – zwei Tage nach dem Livegang kamen drei Speaker-Anfragen, vermutlich von Leuten, die eine KI gefragt hatten. Dazu kommen Gastbeiträge und Interviews in Leitmedien, die er mit seiner PR-Beraterin Petra aktiv platziert: Solche vertrauenswürdigen Erwähnungen verknüpfen ihn im Knowledge Graph als glaubwürdige Person.
Was ist Wikidata und warum ist es wichtig für die Sichtbarkeit in KI?
Wikidata ist laut Fabian die Plattform für strukturierte Daten, mit denen Sprachmodelle trainiert werden – man trägt etwa ein: Rise of AI, Entität Konferenz, Ort Berlin, Sprache Englisch. So muss die Maschine nichts interpretieren. Er hat Einträge für die Konferenz, sich selbst und sein Buch angelegt; Porträtfotos funktionieren nur, wenn man selbst die Rechte daran besitzt und sie freigibt.
Lohnt sich LinkedIn noch für Reichweite?
Fabian hat rund 21.000 Follower, bekommt aber statt früher etwa 3.000 nur noch 300 bis 600 Impressions pro Beitrag – dafür von vielen Entscheidern großer Unternehmen. Er sieht LinkedIn inzwischen eher wie eine Image-Anzeige im Magazin: Die Leute merken sich den Namen, Anfragen entstehen daraus kaum. Links, die aus LinkedIn herausführen, werden nach ihrer Erfahrung schwächer ausgespielt.
Wann kommen humanoide Roboter wirklich in den Alltag?
Fabian Westerheide schätzt, dass es noch zwei bis drei Jahre dauert, bis Roboter autonom auf eine sich ständig verändernde Umgebung reagieren können; die spektakulären Videos seien meist geskriptet oder ferngesteuert. Der Haushaltsroboter brauche deutlich länger als der Industrieroboter. Er erwartet günstige Allzweck-Roboter aus China, Premium-Modelle aus den USA und spezialisierte deutsche Anbieter in Nischen wie Medizintechnik oder Laborrobotik.
Sendeprotokoll
Das komplette Gespräch zum Nachlesen. automatisch transkribiert. leicht korrigiert. Rund 8.734 Wörter.
Transkript öffnen
Veronika00:00Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Unternehmer:Leben. Schön, dass du wieder mit dabei bist. Wenn ich in den letzten Wochen mit Unternehmerinnen, Gründinnen und Freunden gesprochen habe, höre ich einen Satz öfter als jeden anderen und du kennst ihn wahrscheinlich. Ich habe gerade einfach keine Zeit. Alle sind gestresst, alle rennen und kaum jemand hat das Gefühl, wirklich hinterher zu kommen. Gleichzeitig verändert sich um uns herum so viel wie selten zuvor. KI krempelt gerade um, wie Unternehmen, Marken und auch Menschen überhaupt gefunden werden. Wir leben das selbst gerade an drei völlig unterschiedlichen Stellen. Bei Fabians Positionierung als KI-Experte, beim Aufbau unserer neuen Firma Ever After Now und natürlich auch bei der Vermarktung unserer Konferenz Rise of AI. Und mit Embodied AI, also künstlicher Intelligenz, die in Robotern einen Körper bekommt und in der physischen Welt arbeitet, steht schon die nächste große Welle vor der Tür, bei der China nach Solarpanels und Elektroautos erneut mit voller Kraft in den Markt drängt. Und genau über diese Robotik wollen wir heute ausführlich sprechen. Denn das alles trifft uns gerade ganz direkt. Wir begreifen die Rise of AI 2027 vor, Fabian hat neue Projekte und Vorträge an Land gezogen, für Ever After Now bauen wir die Marke und das Team weiter auf und gleichzeitig verändert der Kita-Alter gerade unsere gesamte Wochenplanung. Und da fragen wir uns natürlich auch, wie behält man eigentlich den Kopf klar, wenn die Welt sich um uns herum schneller dreht, als wir uns selbst. Ich verspreche dir, du nimmst aus dieser Folge nicht nur eine Einordnung mit, sondern auch ein paar sehr konkrete Grete-Gedanken dazu, die sich um uns herum dreht. Dass du in deinem Unternehmen und in deinem Alltag etwas anders machen kannst. Und damit herzlich willkommen, lieber Fabian, in unserem kleinen süßen Podcast-Studio. Schön, dass du den Weg aus deinem Büro in unser Studio gefunden hast.
Fabian01:54Ich danke für die formelle Einladung heute.
Veronika01:58Heute morgen. Denkst du dran, wir machen einen Podcast?
Fabian02:02Ja, ich weiß.
Veronika02:05Hast du beim Intro gut zugehört und weißt du, worüber wir reden?
Fabian02:08Habe ich. Ich habe auch hier mir so einen Spickzettel ausgedruckt diesmal.
Veronika02:11Das ist großartig. Das ist großartig. Wollen wir gleich einmal mit dem Thema, beginnen, was uns die letzten Wochen und Monate echt auf Trab gehalten hat. Nämlich, dass klassische Reichweite immer schwieriger wird. Und das betrifft uns ja gerade irgendwie bei drei verschiedenen Projekten und drei verschiedenen Firmen, was ich absolut krass finde.
Fabian02:35Ich will noch nicht mal sagen klassische Reichweite, weil ich gar nicht wüsste, was klassische Reichweite ist. Was ich sagen kann ist, das was früher funktioniert, funktioniert heute nicht mehr. Das ist schon immer so gewesen, aber es wird immer schlimmer und radikaler. Und was wir jetzt, also jetzt die Statistiken zeigen, dass allein im letzten halben Jahr glaube ich 90 Prozent mehr Webseiten entstanden ist. Also kurzum, der Inhalt im Internet hat sich verdoppelt, aber ist primär KI generiert. Das ist also das eine, es ist extrem viel mehr Neues, nennt man. Es gibt signifikant mehr E-Mails, es gibt signifikant mehr Pitch-Decks. Von allen gibt es auf einmal mehr, weil mehr Leute alle anschreiben automatisiert mit perfekten Nachrichten. Also auch meine Inbox wird geflutet von Leuten, die einfach E-Mails schreiben, ungefragt und personalisiert keine Newsletter mehr. Und das Netz wird halt geflutet mit Informationen. Und das ist erstmal das Dilemma. Also es ist einfach viel mehr Inhalt entstanden. Und das merken wir an unseren Zahlen in vielen Ebenen, dass es schwieriger ist, gefunden und gesehen zu werden.
Veronika03:32Ja, wir hatten ja auch gestern gerade das Thema, dass die großen Plattformen wie LinkedIn, Instagram, Facebook, ich weiß nicht, ob das eigentlich tatsächlich noch relevant ist.
Fabian03:41Lass uns Instagram bleiben.
Veronika03:44Dass es da einfach immer schwieriger wird, Reichweite aufzubauen, dass sich da die Algorithmen so krass verändern, dass es wirklich herausfordernd ist, da mit Schritt zu halten. Ich versuche das gerade mit meinen GPTs irgendwie zu hacken, aber das funktioniert irgendwie auch alles noch nicht so. Aber zurück zur Ausgangssituation. Wir haben vor zweieinhalb Jahren bewusst die Entscheidung getroffen, unternehmerisch ein bisschen langsamer zu machen aufgrund unseres Kindes. Einfach nicht mehr mit 250 auf der linken Überholspur zu sein und haben uns auf das fokussiert, was halt wichtig war, nämlich die Umsetzung der Rise of AI Conference und alles andere. haben wir so ein bisschen zurückgefahren. Jetzt haben wir gesagt, dieses Jahr im Sommer, wir geben wieder Vollgas und haben festgestellt, wow, okay, wir müssen einiges ändern, wir müssen einiges quasi from scratch neu aufziehen. Was hast du für dich quasi festgestellt? Deine Speaker-Anfragen waren ein bisschen rückläufig, sind weniger reingekommen als zuvor. Du hast es jetzt wieder richtig gut gepusht gekriegt. Was hast du gemacht und warum? Ich würde hier gerne so ein bisschen aus dem Nähkästchen plaudern für alle drei Firmen. Einmal für dich als Speaker, dann was wir mit Rise of AI als Conference Marketing machen und dann welche Herausforderungen wir mit Ever After Now sehen.
Fabian04:58Da würde ich gerne das mal unterteilen. Also fangen wir mal an mit LinkedIn. Wer mich auf LinkedIn sieht, ich habe ungefähr 21.000 Follower und ich bin ehrlich, ich kriege im Mittelwert 300 bis 600 Views oder Impressions für einen Beitrag. Das ist wirklich schlecht. Das Positive daran ist, dass es sehr wertige Klicks sind. Also ich kann ja auswerten, wer es ist. Das heißt, ich bin auf einmal bei Qualität. Es sind extrem viele Entscheider von großen Unternehmen. Es ist super viel Zielevel. Aber ich schaffe es nicht mehr, richtige Reichweite zu generieren, sondern ich habe auf einmal eine sehr spezielle. Ich habe so ein bisschen Gefühl, der Algorithmus hat mich rausgenommen in der Breite, weil mein Inhalt auch vielleicht zu speziell und zu intellektuell ist. Das sind halt sehr, sehr strategische Fragen, die ich immer beleuchte. Und gibt sehr strategische Fragen an Leuten, die es interessiert. Aber ich hatte früher einen Mittelwert von 3000 Impressions pro Beitrag. Und das hat sich im letzten halben Jahr radikal geändert. Und das kriege ich viel, viel weniger, obwohl ich mehr poste.
Veronika05:53Eine Sache, die tatsächlich so sein soll, was ich gelesen habe, ist, dass LinkedIn jetzt eher nach Interesse ausspielt. Also nicht mehr nach, okay, wem folge ich und wessen Beiträge likest du häufig und wo kommentierst du häufig, sondern eher nach, was sind deine Interessen.
Fabian06:07Was ich halt damit meine ist, was ich auf LinkedIn beobachte, das ist so eine Marktschreierei. Alle werden immer lauter, alle schreien immer mehr. Ich teste das immer mal wieder. Ich schreibe wahrscheinlich so 25 Beiträge im Monat, weil ich es gerne mache.
Veronika06:18Und du auch viel zu erzählen hast, was relevant ist.
Fabian06:20Ich rede gerne drüber und ich habe viel zu erzählen und ich teste sehr genau, was funktioniert, wie, wer wird es lesen und ich werte das sehr genau aus. Und diese Marktschreierei funktioniert, funktioniert dann aber auch wiederum nur in der Breite. Ich kriege da viel mehr Laienleser, also Leute, die außerhalb der KI-Industrie sind, die beruflich nicht Senior sind, sondern mehr Junior sind. Und auf einmal kriege ich mehr Reichweite. Und das ist so, was wir früher auch auf Instagram hatten oder auf Facebook. Will ich viele billige Klicks haben oder will ich wenig wertige haben? Und das ist etwas, womit ich aber kämpfe, weil wenig Likes zu kriegen, ist auch weniger Dopaminausstoß. Es ist einfach mal frustrierend, wenn du nur fünf oder zehn Likes kriegst und dann guckst du irgendwo hin und jemand anderes kriegt 200 Likes. Aber die Qualität ist natürlich auch der Unterschied.
Veronika07:03Das heißt, wir machen... Aktuell hochwertigeren Content für eine spitzere Zielgruppe. Also gehen wir eher nicht in die Masse, sondern eher in hochwertigeren Mehrwertkonten.
Fabian07:16Genau, das ist aber der Versuch. Das ist, wie ich es auf LinkedIn mache. Ich weiß ganz klar, auf LinkedIn habe ich es ausgewertet, ich kriege nur Spam rein. Das heißt, ich habe 300, 400 ungelesene Nachrichten, ich lasse Claude, die regelmäßig lesen, filtern und mir sagen, worauf ich antworten soll. Das sind alles nur Kontaktanfragen, die von dir was wollen.
Veronika07:32Ja, diese klassischen Sales, hier, ich will dir was verkaufen oder mach mal einen, lass uns mal einen Termin machen, so random aus dem Nichts, hast du noch nicht mal den irgendeinen Touchpoint. Ja, und das sind die üblichen Wellen.
Fabian07:43Entweder die Leute wollen Geld haben oder sie wollen eine Softwareentwicklung verkaufen.
Veronika07:45Sie wollen uns SEO verkaufen für die Konferenz. Hatte ich neulich auch jemanden, der irgendwie was behauptet. Der kam dann noch mit den falschen Zahlen für die falsche Veranstaltung. War auch ein bisschen peinlich.
Fabian07:56An die Ebene 1, also LinkedIn habe ich einfach festgestellt, das hat sich sehr geändert. Da kommt nichts rum, aber ich sehe so ein bisschen wie Anzeigen in ein Magazin zu schalten. Es ist so ein bisschen so Image. Die Leute merken sich deinen Namen, kriegen es mit, aber es kommt keine Kontaktenfrage daraus.
Veronika08:09Das heißt, LinkedIn ist quasi das eine, ich sag mal, grundrauschen Standbein. You have to do it anyways. To be seen. Also, ja.
Fabian08:23Lass uns die Kurve machen. Ich möchte gleich über Rise of AI sprechen, was wir da machen und was will ich als Speaker machen. Ich habe gemerkt, dass meine Speaker-Anfragen signifikant zurückgegangen sind, weil ich logisch nicht mehr so viel draußen war. Das heißt, mein Geschäft, ich werde eingeladen als Speaker, weil mich Leute sehen. Und diese Anfragen gehen natürlich runter, wenn ich weniger unterwegs war, wegen Papa-Zeit. Ja, dann konnte ich auch weniger empfohlen werden. Das andere ist, also habe ich versucht, wieder mehr aufzubauen und da ist, wie man heute Sichtbarkeit generiert, so auch wie früher. Früher hat man es Backlinks genannt, heute nennt man das Trust. Heißt, ich habe eine Presseagentin oder eine Kommunikationschefin, die Petra, und die hilft mir regelmäßig mit Gastbeiträgen, mit Interviews, mit Fachartikeln in große Leitmedien zu kommen. Ich darf regelmäßig bei Pioneer veröffentlichen, ich darf in der Süddeutschen veröffentlichen, ich kriege aber auch immer wieder organische Beiträge, unsere Inhalte.
Veronika09:11Sie managt quasi auch deine Presseanfragen für Interviews.
Fabian09:14Genau, aber sie macht sehr viel proaktiv. Also ich stimme mit ihr Themen ab und sie geht dann auf die Journalisten zu und sagt, guck mal, der Fabian hat gerade aktuell folgende Themen drauf, darf er bei euch darüber schreiben, wollt ihr mit ihm darüber sprechen? Also wir managen das sehr aktiv. Es kommt 90 Prozent, es von uns rausgehen und 10 Prozent, es nur reinkommt. Ich kenne meine Zahlen. Ich weiß ja, was reinkommt. Und das heißt, ich kriege relativ vertrauenswürdige Beiträge. Und die sind wiederum richtig für die Algorithmen, weil sie dann später im sogenannten Knowledge Graph den Fabian verbinden und sagen, ah, der wurde da, da, da, da schon erwähnt, also ist das eine vertrauenswürdige Person. Und das Dritte, was ich gemacht habe, ist meine Webseite komplett überarbeitet. Ich habe die, nennt man Vibe-Coden, also ich habe sie halt selbst wieder gekodet mit einer KI zusammen und habe sie von vornherein aber so konzeptionell aufgesetzt, als dass sie gefunden wird von den Sprachmodellen. Das heißt, wenn jemand irgendwo eintippt, wer ist der richtige Keynote-Speaker für meine Konferenz zum Thema Künstliche Intelligenz, dann hoffe ich, dass ich empfohlen werde in den Top Ten oder so etwas. Und die habe ich extra gemacht und was funktioniert hatte, war, ich habe die live geschaltet und nach zwei Tagen kamen drei Anfragen rein. Das sind jetzt nicht signifikant mehr als früher und das dümpelt so ein bisschen rum, aber ich merke auf einmal, dass ich auf einmal überhaupt wieder Anfragen kriege, die vorher nicht gekommen sind. Und das hat funktioniert. Also es hat funktioniert, seine Webseite neu zu schreiben und sie so zu optimieren, dass die Sprachmodelle sie besser berücksichtigen können. Und das habe ich erst mal gefunden. Das heißt jetzt nicht, dass diese Anfragen auch bezahlte Aufträge sind. Aber auf einmal habe ich gemerkt, ich kriege überhaupt Anfragen von Leuten, die wahrscheinlich eine KI gefragt haben, wen sie einladen sollen. Und bei der Rise of AI haben wir auch viel gemacht. Was wir eines gemacht haben, wir haben das öffentliche Feedback eingesammelt und das halt auf die Webseite geparkt. Das heißt, wir haben eine sogenannte Review-Page.
Veronika10:55Das haben wir ja schon immer gemacht. Wir haben ja jedes Jahr Feedback von unseren Gästen eingeholt, weil wir nächstes Jahr besser werden wollen und das auch immer umsetzen. Das heißt, wir haben aus, keine Ahnung, acht, neun Jahren Konferenz, haben wir Feedback und Quotes, die wir nie genutzt haben.
Fabian11:10Die haben wir nie genutzt, wir haben sie nie public gemacht. Das heißt, ich habe jetzt zum Beispiel alle LinkedIn-Beiträge genommen, die public gemacht, weil die auch public sind. Und so eine Webseite erstellt hat, einfach das öffentliche Feedback, was wir gekriegt haben, gesammelt.
Veronika11:23Okay, das heißt, wir haben erstmal unsere Daten quasi glatt gezogen. Heißt, okay, wir haben zehn Jahre Rise of AI, wir haben 300 Speaker, wir haben, über 200 Videos auf YouTube von Keynotes, wir haben Quotes von Teilnehmern, wir haben Medienberichte, wir haben Presseberichte, wir haben einen großen Newsletter-Verteiler von über 20.000. Wir haben Fotos. Das heißt, du hast dich hingesetzt und hast erst mal gesagt, okay, Bestandsaufnahme, welche Daten haben wir eigentlich und wie können wir die so aufbereiten, dass KIs, uns als die relevante KI-Konferenz Europas mit in AI-Search ausspielen. Richtig?
Fabian12:05Genau. Also die Überlegung war, wie kommt man von der reinen Konferenzseite zu einer Seite mit Inhalten? Also nicht nur zwei Sachen. Das eine ist Menschenlesen. Ich habe beides immer so geschrieben, dass ein Mensch es lesen kann und eine Maschine auch. So, ein Mensch liest das durch und sagt, ah, die Rise of AI hat hier 50 Zitate von gestern, scheint wohl cool zu sein. Die Maschine liest das aus und spielt das wiederum zurück, wenn jemand nach einer Konferenz sucht. Und so machen wir das mit ganz vielen Sachen. Das heißt, ich reichere unsere Webseite mit mehr Inhalten an und das geht erst dank KI. Weil früher hat uns das paar tausend Euro gekostet und war sehr sehr langsam und jetzt geht es einfach mit KI viel viel schneller, es umzusetzen.
Veronika12:40Was meinst du jetzt? Die Webseite anzupassen?
Fabian12:43Ja, bestes Beispiel ist, wir haben 255 Videos auf YouTube.
Veronika12:46Ja.
Fabian12:47Ich habe ein Skript geschrieben mit einer KI zusammen, habe die alle gescrappt. Das heißt, ich habe die ganzen Themen runtergezogen, habe die ganzen Texte vorgeschrieben, habe ich einen halben Tag für gebraucht und habe die Seite schon mal vorprogrammiert und sie dann der Entwicklerin geschickt, damit sie es umsetzt.
Veronika13:00Müsst ihr euch mal wegtun für über 200 Videos einen halben Tag. Das sind über 200 Stunden Content.
Fabian13:07Genau, und die habe ich einen halben Tag für gebraucht, um die zu sortieren, einzuordnen, zu taggen und sie aufzubereiten. Und das hätte mich früher Monate gebraucht, um das alles zu machen. Das konnte ich, weil ich digitale Daten auf YouTube habe, weil ich ein Skript habe, das schneller abarbeitet als ich und ich aber die Intention mitgegeben habe und das Ziel. Kurzum, wir haben etwas geschafft oder sind gerade dabei, etwas umzusetzen. Das schaffen wir in zwei Wochen und früher hatte ich Monate gebraucht, beziehungsweise ich habe es früher nie gemacht.
Veronika13:31Irre viel Geld investiert in Menschen.
Fabian13:34Ich habe das schon immer versucht gehabt, unsere Videos auf die Seite zu kriegen und es hat nicht geklappt, weil so teuer aufwendig.
Veronika13:39Total. Also, ihr seht, Event-Marketing verändert sich massiv. Also, wir haben die Webseite quasi einmal grundlegend, verbessert. Du hast gerade gesagt, unsere Entwicklerin hat das dann mit umgesetzt. Das heißt, sie ist nicht nur vibegecodet. Bei uns arbeiten an vielen Stellen auch noch tatsächlich Menschen für den Feinschliff, würde ich sagen. Weil was mir aufgefallen ist, du hast nicht nur die Webseite verändert, wir haben auch das klassischste Tool ist, du willst ja gefunden werden und du weißt ja nicht immer 100 pro, wofür, 2027 welche Eventkalender ziehen zum Beispiel, welche Engine zieht sich, welche Daten, wo wirst du gefunden, welcher Eventkalender spielt was aus. Also tragen wir uns seit vielen, vielen Jahren in Veranstaltungskalender ein. Du hast ein Agent getestet, nachdem ich schon die ersten Eventkalender, die immer gut gelaufen sind, befüllt hatte, hast du ein Agent getestet, die Eventkalender zu finden und auszufüllen. Wie hat das funktioniert? Gar nicht.
Fabian14:42Erstmal habe ich den Agenten genommen, der sollte das Internet überprüfen, wo wir schon eingetragen sind und wo nicht. Dann habe ich mir eine Tabelle erstellt, wo wir nicht eingetragen sind.
Veronika14:49Ja, schon mal praktisch.
Fabian14:49Das ging schnell, eine halbe Stunde. Dann habe ich ihm gesagt, fange an auszufüllen oder finde heraus, ob du es ausfüllen kannst. Und das hat einen halben Tag gedauert und ich bin voll gescheitert. Weil der Agent an Captchas gescheitert ist, er hat es versucht, dann hat er die Inhalte, musste sich anmelden, er war so langsam, weil ich konnte dem Agenten zugucken, wie er die Webseite öffnet, sie versucht auszufüllen, die Webseite wieder geschlossen hat, eine Datenbank aufgemacht hat und reingeschrieben hat, wo er gerade steht. Und das war so abartig langsam, dass am Ende, ich war am halben Tag frustriert, dir die Liste geschickt hat und haben gesagt, kannst du das bitte machen? Du machst das in einer halben Stunde.
Veronika15:20Und lustig übrigens, überall da, wo er reingeschrieben hat, ja, Captcha gescheitert, es gab keine Captchas. Es gab keine Captchas, weil... 50 Prozent dieser Event-Kalender sind Vibe-gecodet oder AI-made. Wenn man sich damit ein bisschen auseinandersetzt, siehst du, dass die Maschinen generiert sind. Und ich habe nicht ein einziges Captcha ausgefüllt. Ich musste einmal etwas bestätigen, quasi wie so ein Double-Opt-In, dass der Beitrag veröffentlicht wird. Das war das einzige Mal. Also hat der Agent sich da quasi ein bisschen was zusammenhalluziniert, was Captchas angeht.
Fabian15:54Und das ist, du hast gerade schon was erwähnt gehabt, Sichtbarkeit. Konferenzmarketing. Was mir auch kam in letzter Zeit, ist, dass man Haltung braucht. Wir schreiben ja seit Jahren den Rise of AI Newsletter. Einmal im Monat.
Veronika16:08Den gibt es auch weiterhin.
Fabian16:09Und der ist nicht nur, hey, das sind die Speaker, sondern jedes Mal ist der Intro ein aktuelles Statement zum Lager. Die ersten zehn Sätze sind, was ist gerade in der Welt passiert? Was ich eingeführt habe für ein paar Monate, ist noch ein Meinungsstück von mir, also eine Minikolumne. Was ist Fabians Perspektive auf den KI-Markt?
Veronika16:25Finde ich gut, dass du das mit aufgenommen hast. weil das war mir persönlich wichtig und auch immer deine Snippets aus deinen Medienberichten.
Fabian16:31Genau, das machen wir manchmal auch. Das habe ich jetzt wieder rausgenommen. Das wechseln wir mal ein bisschen ab. Was ich gesagt habe, ist wahre Inhalte. Wir werden alle zugespampt von Newslettern. Und ich habe entschieden, nicht nur die Leute informieren, so wie ein Newsletter-Ticker, sondern Meinungsstück. Warum machen wir die Dinge und wie interpretieren wir sie? Das führt alles dazu hin, dass wir versuchen, meine Marke, aber auch die Firmenmarke von uns beiden, zu positionieren, nicht als ein generischer Event, sondern ein Event mit einer ganz klaren Meinung. Und unsere Meinung ist, wir sind Optimisten, die machen.
Veronika17:05Ja, das sind wir. Das sind wir in der Tat. Und ich finde diese Reise gerade unglaublich spannend. Ich bin manchmal wirklich selber überfordert von, okay, das war das Event Marketing früher, das ist so standardmäßig. Und dann hast du jetzt schon ein unfassbares Tempo in der Entwicklung von künstlicher Intelligenz, wo ich mich dann auch immer frage, okay, wie halten wir unsere Webseite eigentlich up to date, sodass die Engines sie wirklich regelmäßig lesen können. Das ist eine unfassbare Journey, auch, ich sag mal, jetzt ein bisschen zu denken, so vorauszusehen, was eine KI eigentlich braucht. Die muss, was du schon gerade gesagt hast, verstehen können, okay, was ist Rise of AI eigentlich, wofür steht sie? Okay, wer veranstaltet die eigentlich und seit wann und für wen ist sie gedacht und welche Menschen sprechen dort? Das ist super, super relevant, einfach, dass die Engines das dann auch quasi in ihren Ergebnissen wieder ausspucken können. Da wollte ich jetzt drauf kommen du hast etwas gefunden im Zuge deiner Wikipedia Recherche nennt sich Wikidata was ist das?
Fabian18:19Also ich hatte versucht die Rise of AI einen Wikipedia Artikel zu veröffentlichen, der wurde abgelehnt wegen Relevanz, das habe ich festgestellt, dass Wikipedia extrem subjektiv ist also Menschen entscheiden entscheiden, ob sie etwas mögen oder nicht. Wenn sie es nicht mögen, subjektiv mögen, dann passiert das nicht. Also Wikipedia ist extrem subjektiv. Trotzdem ist es eine Quelle für die ganzen LLMs, wie sie trainiert werden. Die andere populäre Quelle ist Reddit. Da sind wir aber nicht so aktiv.
Veronika18:46Gar nicht.
Fabian18:48Aus meiner Sicht muss man authentisch aktiv sein, um es zu funktionieren. Und das dritte, was ich gefunden habe, ist das sogenannte Wikidata. Wikidata ist die Plattform für strukturierte Daten. Das heißt, diese Sprachmodelle werden in jeder Iteration mit strukturierten Daten trainiert und man gibt wortwörtlich ein, zum Beispiel Rise of AI, Entität, Konferenz. Ort, Berlin. Sprache, Englisch. Das heißt, man gibt alle Informationen über eine Person, über eine Firma ein und gleich gibt es vordefiniert, welches Label es hat. Das ist wichtig, weil eine Maschine muss dann nicht interpretieren, was eine Konferenz, sondern sieht, es ist eine Konferenz in Berlin und hier ist die Webseite und etc. Und das habe ich jetzt für uns angefangen auszufüllen, das habe ich für mich ausgefüllt, das habe ich für mein Buch ausgefüllt.
Veronika19:34Ich muss es für mich noch machen, weil du es für mich nicht machen darfst.
Fabian19:36Doch, ich darf es für dich machen, aber du musst mir noch deine Freigabe geben, weil ein KI gesagt hat, hey, das sind die Daten deiner Ehefrau. Du solltest deine Frau um Erlaubnis fragen, bevor du ihre Daten ins Internet trägst. Und das habe ich festgestellt, weil in der nächsten Interaktion der neuen Modelle diese Daten dann berücksichtigt werden. Also das ist so ein bisschen im Voraus schon arbeiten. Dass in ein, zwei Jahren in den Modellen diese Daten dann auftauchen.
Veronika19:57Meinst du, es dauert ein, zwei Jahre? Ich glaube eher...
Fabian19:59Ich weiß nicht, wie oft die gezogen werden und wer auf was arbeitet. Aber nichtsdestotrotz...
Veronika20:03Wie kostet das?
Fabian20:04Wikidata ist kostet das.
Veronika20:05Ja, für uns, aber für die Engines. Also für die Unternehmen.
Fabian20:09Ja, das selber habe ich zum Beispiel festgestellt Fotos. Wenn eine Engine Fotos von dir haben will, musst du die irgendwo veröffentlichen. Das heißt, es gibt die Möglichkeit bei Wikidata dein Foto hochzuladen, von dir selbst ein Porträtfoto und dann alle Rechte abzugeben. Und auf einmal kann dein Foto dann öffentlich mit KIs ausgespielt werden. Das sind so kleine Hacks, die findest du nicht im Blogartikel. Ich habe super lange danach gesucht, mir da drauf zu kommen. Das war auch eher Zufall. Und jetzt habe ich angefangen, das schon was zu machen. Das ist etwas, was ich gerne teile hier.
Veronika20:35Alle Rechte an Bildern abtreten, da schrillt bei mir gleich Deepfake-Freigabe, aber gut.
Fabian20:40Ja, natürlich.
Veronika20:41Wer das eine will, muss das andere mögen, ne?
Fabian20:43Das ist es eben.
Veronika20:45Obwohl, es gibt von uns so viele Fotos im Netz, so what, ne? Also, ob du da jetzt ein Foto freigibst, das ist dann auch Jacke wie Hose, weil wir so viele Fotos von uns im Netz haben.
Fabian20:55Ne, hier aber Sternchen. Ich muss ein Foto freigeben, wo ich die Rechte besitze. Das heißt, unsere ganzen Fotografen-Fotos durfte ich nicht geben, weil die Ursprüngung liegt immer beim Fotografen. Das heißt, deswegen werden die nicht verwendet. Und auch die großen Plattformen versuchen natürlich legale Daten zu beziehen.
Veronika21:12Ja. Okay, dann haben wir noch unser drittes Projekt, quasi was wir von Scratch aufgebaut haben. Und das ist gerade ehrlich, also mein Frustpotenzial 3000, beziehungsweise ich bin ein sehr ungeduldiger Mensch, ich möchte immer alles gleich fertig haben. Und es geht um unsere Longevity Company Ever After Now und, Es ist, ich will jetzt nicht sagen wie Don Quixote gegen die Windmühlen, aber mein eigener Kopf ist gerade in fünf Sphären gleichzeitig unterwegs, weil natürlich, wenn du eine neue Webseite aufbaust, musst du heute diese Webseite anders denken. Wir haben einen entsprechenden Hoster ausgewählt, der halt AI-ready ist. Das ist schon mal das Erste. Und während ich mich mit dieser Webseite und dieser neuen Firma auseinandersetze, komme ich immer wieder an den Punkt, wo ich denke, okay, ich will alles wieder einreißen und neu denken. Warum? Weil die KI-Entwicklung einfach so schnell ist und, auf der anderen Seite gleichzeitig doch so langsam, weil ich natürlich super gerne den Content, den ich schon erstellt habe, mit KIs quasi durch Schleifen laufen lassen würde. Und gerade, ich weiß nicht, was aktuell mit ChatGPT los ist, sie macht es immer schlimmer, halluziniert, ganz krass. Ich werde wahnsinnig und ich brauche Stunden über Stunden für einen Artikel, da wäre ich schneller, wenn ich den 100% einfach nicht nochmal durch eine KI laufen lassen würde. Und ich struggle gerade genau an diesen Marketing-Themen. Wir wollen ein Team aus Selbstständigen mit aufbauen, die für uns unsere Mission mit vertreten für dieses Thema. Ich möchte mein ganzes Wissen, was ich habe, am liebsten mit einem Klick extrahiert und auf der Webseite platziert sehen, was natürlich nicht funktioniert und da habe ich noch keine Lösung gefunden, wie ich das wirklich smart und schnell hinkriege und wie wir das Marketing skalieren. Wir testen für Rise of AI jetzt gerade GPT-Ads. Das würde mich auch nochmal interessieren, was da so dein Empfinden ist. Also bei Ever After Now dann eine neue Marke aufzubauen, ist gar nicht so, so, so simpel. Und all das Wissen, was wir haben, dann auch zielgerichtet einzusetzen, ohne sich in, ich sag mal, in unendlichen KI-Schleifen zu verlieren. Das ist echt gerade so meine Challenge. KI macht mich noch ungeduldiger, muss ich sagen.
Fabian23:39Ja, und du schimpfst jeden Tag über KI, wie du früher über Mitarbeiter geschimpft hast.
Veronika23:44Danke, das macht mir das. Das ist jetzt wirklich super sympathisch, wie ich über Mitarbeiter geschimpft habe. Du meinst Mitarbeiter, die einfach tausende von Euro versenkt haben?
Fabian23:52Oder Dienstleister oder so etwas. Ich kann auch über Mitarbeiter schimpfen. Ich hatte mal eine Mitarbeiter-Sternchen-In, die war zu dumm zum Tackern.
Veronika24:00Ja, heißt, sie hat unten rechts getackert anstatt oben links.
Fabian24:03Ja, die hat alle Verträge, die wir hatten, falsch rum getackert. Dann durften wir alles nochmal machen. Passiert. Aber da sage ich als Chef, meine Aufgabe ist es, der Maschine oder dem Mitarbeiter die richtige Aufgabe innerhalb ihrer Fähigkeiten zu geben.
Veronika24:16Ja.
Fabian24:17Das heißt, verlange von der KI nur etwas, was sie auch lösen kann.
Veronika24:20Ja, welches Tule ich übrigens ganz cool finde, was ich jetzt zwischenzeitlich echt ein, zweimal schon genutzt habe, ist der Skill Ask von Claude. Und da kannst du, ich weiß nicht, ob ihr das auch so macht, Fabian und ich challengen unsere verschiedenen KI-Systeme immer gegeneinander. Perplexity für Research, Claude für Strukturen und einfach so ein bisschen wirtschaftlich gedachtere Sachen und ChatGPT halt viel für Marketing, Texte verbessern und so weiter. DeepL dann nochmal für grammatikalische Korrekturen und so, also es sind eigentlich vier. Und zwischenzeitlich kannst du über Claude, Claude hat verschiedene Skills, die man dazu installieren kann. Und das habe ich jetzt tatsächlich gemacht, dass ich mit Claude etwas gearbeitet habe, mit den Quellen von Perplexity und dann einfach gesagt habe, okay, frag mal bitte, slash ask, was sagt ChatGPT dazu? Und damit sparst du dir halt dieses ganze Copy-Pasten hin und her, kopieren und Daten da hochladen und zwischenspeichern, was echt eine Erleichterung ist. Du guckst mich gerade so fragend an.
Fabian25:26Ja, weil ich das schon komplex finde und ich mich frage, wie die Zuhörer dem jetzt gleich folgen.
Veronika25:32Ja, das verstehe ich. Guckt mal auf meinem LinkedIn, weil dazu schreibe ich auch was. Wenn die Folge rauskommt, ist der Beitrag, glaube ich, noch nicht online. Aber folgt mir einfach gerne auf LinkedIn, auf Veronika Westerheide. Und dann kriegt ihr so diese kleinen Snippets aus meinem KI-Challenge-Alltag-Unternehmertum. Ja, mal gucken, was wir mit Ever After Now machen. Ich glaube, ich muss einfach darüber mal ein bisschen meditieren. und einfach ein bisschen gechillter werden. Aber es ist halt, ich möchte halt eine Community aufbauen, ich möchte Content generieren, ich möchte Umsätze machen, was sie ja schon tut. Ich möchte, so viel Sichtbarkeit und, und, und. Und das kriegst du halt nicht einfach so, zack, hier hast du einen KI-Agenten, kümmere dich drum. Weil meine Erfahrung aktuell auch ist, die Texte oder die Dinge, die künstliche Intelligenz aktuell macht, auch wenn alle das immer so mega krass feiern, es dauert einfach scheiße lange, bis das wirklich so ist, wie ich es haben will. Wenn du es imperfekt und irgendwie, Ja, so halb gar haben möchtest, dann ist das super. Aber wenn du es wirklich on point richtig gut haben willst, ist es wirklich schwierig. Und was ich jetzt auch mache, ist, dass ich meine LinkedIn-Beiträge gegen die KIs laufen lasse und sage, okay, schreib mir das mal so, dass es eine 9 von 10 ist oder denen halt Ziele gebe. Das funktioniert auch nur so bedingt.
Fabian26:48Ja, und das Problem ist, dass die KIs die KIs bestrafen.
Veronika26:51Also der Algo von LinkedIn bestraft.
Fabian26:56Je mehr KI generiert es ist. Gleichzeitig sieht jeder von uns, wenn auch ein gut laufender Beitrag mit einer KI mitgeschrieben wurde, das sieht man ein bisschen an der Struktur und den Fehlen von Typos. Und gleichzeitig gibt es so manuell geschriebene Rants, die einfach ohne Komma, ohne Punkt sind und trotzdem performen.
Veronika27:19Verstehe ich nicht. Ich verstehe es einfach nicht.
Fabian27:21Es ist eine schwierige Sache, aber ich habe noch nicht angefangen, bewusst Fehler jetzt einzufügen.
Veronika27:27Geil, make it more human, oder was?
Fabian27:29Ja.
Veronika27:31Wo das tatsächlich Teil meines Promptes ist, kein KI-Sprech. Schreibe korrekte deutsche Grammatik und so weiter und so.
Fabian27:38Und trotzdem fällt es halt auf. Aber wie uns ist letztens aufgefallen, dass fast jeder Laden da draußen inzwischen seine Banner und Flyer mit ChatGPT generiert.
Veronika27:45Ja, das ist so dieser GPT-Style. Und was ich jetzt übrigens auch noch entdeckt habe, weil wenn du viel LinkedIn-Content oder generell Content für Social Media generierst, musst du ja permanent Fotos haben. Du brauchst Infografiken. Du brauchst echt viel Zeit dafür, das alles zu erstellen. Und mir geht es auf den Keks, dass zumindest in unserer Bubble alles halbwegs identisch aussieht und ich eigentlich nur sehe, wer das entweder mit Claude oder mit ChatGPT gemacht hat. Das heißt, ich habe jetzt übrigens herausgefunden, dass du mit Canva auch Bulk Uploads von Informationen machen kannst und die in Content-Vorlagen packen kannst, was extrem viel Zeit spart, aber trotzdem eine individuelle Gestaltung möglich macht. Das ist tatsächlich für mich eine gute Lösung. Also ihr seht, wir, experimentieren und obwohl Fabian und ich seit über zehn Jahren Teil der KI-Industrie sind, ich mache seit über 20 Jahren Events und Marketing, es ist auch für uns in dieser schnelllebigen Zeit, die wir das jetzt schon zehn und zwanzig Jahre machen, immer noch eine Challenge dran zu bleiben. Das heißt, wir waren uns bewusst, als wir uns die Pause genommen haben, dass wir das wieder aufarbeiten werden müssen. Das ist aber auch eine Chance, Dinge besser zu machen, um wieder einzusteigen. Also Takeaway für diesen Blog, Events und Marketing in Zeiten von künstlicher Intelligenz. Und die neue KI-Suche kann halt auch eine neue Einstiegsmöglichkeit sein. Ich denke zum Beispiel an die ganzen Blogs, die halt jetzt jahrelang nicht performt haben, weil kein Mensch mehr angeblich Blogs gelesen hat. Das ist jetzt ein riesengroßes Asset, wenn du viel Content hast, sofern deine Webseite natürlich maschinenlesbar ist. Aber dazu habe ich auch LinkedIn Posts geschrieben.
Fabian29:40Und ich habe ja einen Blog seit 15 Jahren.
Veronika29:43Deinen Blog hast du bootstrapping.me? Ja, so schon ewig. Deshalb wirst du ja auch so gut gefunden. Und die Frage, die wir uns stellen, ist halt jetzt nicht mehr, wie bekomme ich möglichst viel Views oder möglichst viel Reichweite, sondern wir stellen uns die Frage, wie werde ich, Teil der Antwort, wie werde ich als Referenz, als Antwort, als Empfehlung, bei KI-Systemen, ausgespielt. Und damit das jetzt hier nicht zu lang wird, das ist schon relativ lang, würde ich einmal jetzt zu unserem nächsten Thema springen, weil das ist ein relativ großes und relativ wichtiges Thema.
Fabian30:23Und ich finde, es springt zwar den Rahmen von heute, weil es geostrategisch auf einmal wird, aber wir können es gerne ansprechen.
Veronika30:29Ja, weil ich es cool finde. Wir waren ja jetzt die ganze Zeit im digitalen Raum unterwegs. Und es ist ja so, dass KIs irgendwann einen Körper kriegen oder beziehungsweise ihn jetzt schon zum Teil haben. Inwieweit das wirklich alles autonom funktioniert, seien wir da hingestellt. Ich glaube da nicht so dran. Aber wir reden über Embodied AI oder über Roboter. Die quasi eine künstliche Intelligenz beherbergen.
Fabian30:55Genau, das ist der Trend nach dem Trend. Also aktuell ist es Gen AI, danach kommen Agenten und Embodied AI ist wohl, Embodied AI und Physical AI ist das Buzzword, was jetzt so gerade hypt.
Veronika31:04Genau. Und dazu hast du der Bild-Zeitung ein Interview gegeben oder einen Artikel geschrieben.
Fabian31:13Und auf Pioneer, glaube ich, auch veröffentlicht. Ja, bei der Bild-Zeitung habe ich den Trend mal ein bisschen erklärt und gesagt, was ich davon halte.
Veronika31:20Genau. Da hast du auch über China und Deutschland gesprochen und über das Verhältnis und wie das sich alles so ausgehen wird und könnte, weil China ja schon mit, Solar gezeigt hat, was sie können. Und aktuell läuft es ja mit Elektroautos und Embodied AI ist die nächste Stufe davon. Oder wie siehst du das? Oder steig erstmal ein, erklär erstmal quasi, was hier unsere Ausgangslage ist.
Fabian31:47Robotik. Also das aktuelle Hype ist, und der ist übrigens schon immer da gewesen, die Roboter kommen. Isaac Asimov, AK iRobot. Und ich habe selber in den letzten 15 Jahren das schon immer wieder erlebt. Und das hat nicht funktioniert, weil A, Software lässt sich viel schneller entwickeln. Ja, so ein Sprachmodell ist reine Software. Ein Roboter besteht aus physischen Geräten. Wir reden auch von Motoren, Strom, Hardware. Wir reden von Stahl und das muss alles geformt und gepresst und getüftelt werden und das ist sehr langsam. Ja, also zum Beispiel so ein Auto hat früher in Deutschland sechs bis acht Jahre Entwicklungszeit gebraucht, bis sie das fertig hatten und produziert haben. Zwischen Design und finaler Produktion waren acht Jahre. Das ist einer der Gründe, warum Elektroautos so viel billiger sind, weil sie weniger Komponenten haben und deswegen schneller entwickelt werden. Weil alleine so ein Motor, den die Deutschen sehr gut produzieren können, also Dieselmotor und Automotor, ungeheuer komplex ist. Ähm, Deswegen ist Roboter immer wieder so in Wellen drin, aber etwas Langsames. Nichtsdestotrotz haben wir in den letzten Jahren einen Push gehabt. Ein Push heißt?
Veronika32:52Es gibt mehr Staubsauger-Roboter.
Fabian32:54Ja, das ist so ein kleiner Indikator dafür. Warum gibt es die denn jetzt? Weil die Staubsauger-Roboter immer besser werden, ihre Umwelt zu verstehen. Die kriegen mehr Sensoren und die Software wird besser. Das heißt, sie können besser erkennen, ah, hier ist ein Hund, hier ist wirklich ein Kackhaufen, was mir leider gar nicht funktioniert. Und hier ist eine Treppe und ich falle die Treppe nicht runter. Die sind wirklich schon ein bisschen besser geworden.
Veronika33:17Oder sie kriegen nicht mit, dass sie auf einmal die Terrasse staubsaucht.
Fabian33:21Sie bleiben dumm, aber gleichzeitig sind sie besser geworden. Und das ist jetzt, was wir auch auf den großen Maschinen haben. Also diese sogenannten humanoide Roboter. Und jetzt Kläre ich das mal ganz kurz auf. Was wir im Internet sehen, ist so ein Atlas-Roboter von Boston Dynamics zum Beispiel oder von den chinesischen Firmen. Die machen Kung-Fu, die räumen den Geschirrspüler auf.
Veronika33:40Es gibt sogar die Roboter-Olympics.
Fabian33:43Genau, die Meisterschaften, wo die Wette rennen. Die spielen Fußball und du denkst dir, krass, was die alles können. Die Wahrheit ist, das ist meistens geskriptet. Das ist A, vorprogrammiert oder es ist ferngesteuert. Weil was diese Roboter noch nicht können, ist in deine Küche gehen und deine Küche aufräumen. Das können die nicht. Was sie aber können, ist in eine Laborküche gehen und sie wurden vorher trainiert, diese Laborküche zu verstehen. Und dann können sie diese Laborküche auf einmal aufräumen. Aber wir sehen nur das Endergebnis im Internet. In Wirklichkeit haben sie vielleicht tausend Versuche gebraucht.
Veronika34:15Du musst sie trainieren.
Fabian34:15Genau. Und was der Unterschied ist, dank der Sprachmodelle ist das Trainieren leichter geworden. Also ich hatte früher mal investiert in eine Firma namens Micropsi Industries. Die haben eine Software geschrieben, genau zum Trainieren dieser Modelle. Und das Trainieren, es ist dieselbe Technologie, nur heute ist diese Software einfach nochmal zugänglich, dass das mehr Leute können es trainieren. Und wir haben in Deutschland eine Menge gute Robotik-Startups, die an diesem Thema arbeiten. Aber das ist alles noch pre-hype. Also wir sind noch nicht in der Serienfertigung. Wir sind noch nicht, dass sie wirklich auf die Menschheit losgelassen werden.
Veronika34:48Du sprichst aber von humanoiden Robotern. Du redest jetzt nicht von den Bots, die jetzt gerade irgendwie die Amazon-Lager beispielsweise am Laufen halten.
Fabian34:56Wir nehmen von diesen Robotern, die jeder im Internet gesehen hat, die gerade hier so ein MMA-Fight gemacht haben und die alle so suggerieren, die Roboter sind, die Menschen bereits überlegen, weil sie Saltos machen können und Flickflacks. Das ist alles Fake. Und dann will ich damit auch freuen.
Veronika35:11Ich würde sagen, es ist nicht Fake. Ich würde sagen, es ist schon Real. Was aber fehlt ist, hey, dass der das jetzt macht, hat einfach mal 500 Stunden Training und drei neue Sleeves gekostet, also quasi einen Roboter-Käfer für mich, weil er sich irgendwie dreimal das Genick gebrochen hat, in Anführungszeichen, weil er jedes Mal auf den Schädel geknallt ist.
Fabian35:36Was heißt, wir sind in einer interessanten Phase? Im Moment beobachten wir hier einen Trend. Die werden, die Humaniden-Roboter werden alltagstauglicher. Nichtsdestotrotz sage ich, weil ich wollte ja selber einen für uns kaufen, schon öfters. Und habe da festgestellt, die laufen alle nur über Fernsteuerung. Ergo, bis der wirklich autonom uns in der Küche helfen kann. Oder in der Waschanlage Autos waschen kann.
Veronika35:58Du redest von dem Boston Dynamics Spot.
Fabian36:00Ja, bevor so ein Roboter etwas Nützliches da draußen machen kann, wo er reagiert auf die Umwelt, die sich ständig verändert, dauert es, ich schätze, nochmal zwei bis drei Jahre.
Veronika36:08Was eine kurze Zeit ist. Okay, jetzt haben wir einmal über dieses Robotik-Humanoide-Bots allgemein gesprochen. Du hast in deinem Artikel China-Deutschland gegenübergestellt. Was macht China anders als Deutschland?
Fabian36:22Marketing? Marketing? Ja, China ist genial im Marketing. Sie machen das immer so low-key, high-performing. Also die Chinesen machen immer so ganz zufällige Propaganda, die extremst gut funktioniert. Also bestes Beispiel ist DeepSeek. Also dieses Sprachmodell oder diese Modelle, die die ganzen amerikanischen Modelle ständig schlagen. Die Chinesen erzählen nicht.
Veronika36:44Das kriege ich gar nicht mit.
Fabian36:45Ja, aber jeder redet in der Industrie drüber, weil sie signifikant günstiger sind. Und die Chinesen sagen einfach nur, ja, ja, wir haben das gemacht, hat nur 5 Millionen gekostet. Intern weiß ich, hat 2,5 Milliarden gekostet. Das heißt, die Chinesen tun immer so, als ob sie ein Billigprodukt auf den Markt bringen, was richtig, richtig teuer in der Entwicklung war. Also die machen so, ja, ja, wir schmeißen etwas ganz billig auf den Markt, nutzt das alle mal schön, aber in Wirklichkeit subventionieren sie es massiv.
Veronika37:07Was bedeutet das denn für die deutschen Robotikunternehmen, dass China...
Fabian37:12Dass China irgendwann sagt, wir haben den günstigsten, besten Roboter und schmeißen den auf den Markt. So wie sie sagen, wir haben die besten, günstigsten Elektroautos und schmeißen die auf den Markt. Das heißt, im Moment wird der Markt geflutet in Europa von Elektroautos aus China. Warum? Weil China so starke staatliche bezahlte Überkapazitäten hat, dass sie einfach die Autos fast kostenlos verschenken.
Veronika37:32Um das mal ganz kurz an Zahlen zu fassen. China hat von Januar bis August diesen Jahres, 2026, 6,2 Millionen Pkw exportiert.
Fabian37:42Und das ist viel, wenn man bedenkt, so ein deutsches Unternehmen, ich glaube, der gesamte globale Markt sind 60 Millionen weltweit oder so.
Veronika37:4850 Millionen, glaube ich.
Fabian37:49Ja, und die deutschen Hersteller sind so mal bei 10 Millionen Produktionen gewesen und auf einmal kommen 6 Millionen zusätzlich nach Europa rein.
Veronika37:58Das ist ein Problem für den deutschen Automobilmarkt. Das heißt, China skaliert massiv, exportiert Solar, Autos und als nächstes Roboter. Was bedeutet denn das für europäische Unternehmen?
Fabian38:17Da wir keine viele europäischen Unternehmen haben, die Roboter produzieren, ist das gar nicht so das Kernthema, sondern das ist ein gesamt neuer Markt. Aber was ich sage ist, irgendwann werden die meisten Leute im Haushalt einen Billigroboter aus China haben. Ein paar werden den Apple-Roboter oder den Tesla-Roboter haben, weil der kostet das Dreifache. wäre das Premium-Produkt. Ja, der ist dann das Premium-Produkt und dann wird es in der Nische deutsche Anbieter geben, die sehr spezialisierte machen. In der Medizintechnik, in der Produktion, in bestimmten Produktionsschritten. Also wenn du in bestimmten Fabrikaten bist, ist es ja was anderes, ob du jetzt mit Chemie arbeitest oder ob du mit Pharma arbeitest. Oder einen hast, der in der Biochemie zum Beispiel Laborroboter macht. Ich glaube, dass die Deutschen werden spezialisierte Roboter haben, aber diese General Purpose, diesen allgemeinen Roboter, Dann werden wir mit ganz hoher Wahrscheinlichkeit aus China kommen und diese Prämienprodukte aus den USA.
Veronika39:08Was bedeutet dann jetzt der zukünftige Embodied-AI-Boom für Mittelständler, die heute schon Probleme haben?
Fabian39:16Erstmal gar nichts. Das ist alles ein Hype gerade. Also ich entschärfe das.
Veronika39:20Warte, warte, warte. Die heute schon Probleme haben, Arbeitskräfte zu finden.
Fabian39:25Auch das. Sie werden in ein paar Jahren gerne einen Roboter nehmen, der das übernimmt. Wenn sie wirklich innovativ sind, dann sollen sie lieber eine Firma wie Neurobots kontaktieren. Wie? Norabots heißt das, da müssen wir Shownotes reinpacken. Oder Micropsi Industries. Es gibt deutsche Robotikfirmen, die helfen dir, deinen Mitarbeiterengpass zu lösen und dir in der Produktion Roboter zu installieren, die dir helfen. Aber für diesen General Purpose Roboter dauert es noch eine Weile. Also der Haushaltsroboter dauert viel länger als der Industrieroboter.
Veronika39:56Wir schließen damit dann jetzt das Thema Embodied AI, Robotics und Co. Ab oder möchtest du dazu noch?
Fabian40:03Das war einfach nur ein kurzer Ausblick. Gerne einmal kommentieren, ob ihr mehr hören wollt. Wir haben auch intern gerade beschlossen, dass wir nicht alle Themen heute anreißen, die wir schon mal geteased haben. Ich wollte nochmal kurz den Bogen haben zur Sichtbarkeit.
Veronika40:17Also wir springen wieder kurz zurück an den Anfang zum Thema.
Fabian40:20Ja, der gute Zuhörer erinnert sich dran, was wir vor 20 Minuten besprochen haben. Was ich sagen will, ist, ich beobachte den Trend, dass das Internet immer mehr zu einem Einheitsbrei wird. Du hast gesagt, die ganzen Poster von kleinen Händlern sehen alle aus wie ChatGPT-Postern.
Veronika40:34Du hast gesagt, es ist auch so, du siehst das überall in Cafés.
Fabian40:39Und ich beobachte das mit Webseiten. Die haben alle auf einmal dieselbe Typografie, den selben Aufbau. Ich sehe es bei Speaker-Seiten. Die KI-Speaker sind natürlich die, die als erstes ihre Webseite mit KI machen. Ich screene ja ständig Speaker für unsere Konferenz, wo sie einen kleinen Bogen spannen wollten. Und ich stelle fest, die sehen alle aus wie meine. Also ich dachte, ich habe eine coole Seite gemacht und habe festgestellt, alle anderen haben dieselbe coole Seite gemacht. Und in der Logik stelle ich fest, auch meine Genialität war doch gar nicht so genial, weil alle anderen dieselbe Idee haben, weil wir aus demselben Schatz greifen. Und ich stelle mir die große Frage, wie kriege ich meine wahre Kreativität wieder hin?
Veronika41:16Indem du es mit Menschen machst. Das wird eines Tages wirklich ein USP sein. Also ich glaube, dass so die breite Masse wird, wenn spätestens jeder einen Agent in der Hosentasche im Handy hat, Wird so gemacht sein, dass die Maschinen das primär lesen können und primär, AI-Search im Fokus steht, nicht mehr der Mensch. Aber die Seiten, die noch wirklich handmade sind, ich glaube, das wird sich irgendwann trennen. Ich weiß nicht, wie man das technisch hinkriegt. Aktuell hast du ja beides du brauchst eine Webseite, die beides kann die maschinenlesbar ist und nicht nur lesbar, sondern auch verständlich, damit du die Ergebnisse kriegst im Search, die du haben willst und die auch ein Menschen anspricht und das ist das was mich bei Ever After Now gerade so struggeln lässt und mich wahnsinnig macht, weil ich keinen Bock habe alle zwei Monate die Webseite neu, aufzusetzen, neu zu strukturieren, damit sie den aktuellen Trends und Vorlieben der KIs, entspricht, dafür gibt es übrigens auch zwischenzeitlich schon Anbieter, die ich gerne testen würde, wo du jetzt gerade die Augen verdrehst und den Kopf schüttelst. Ich glaube, wenn, du wirst immer mehr dahin gehen, dass du wirklich handgemachte Webseiten haben wirst. Ich habe mich ja auch hingesetzt und habe sie selber geprogrammiert.
Fabian42:32Ich glaube es nicht.
Veronika42:34Was glaubst du denn?
Fabian42:36Also erstens gibt es diesen Trend, der nennt sich Search Engine Optimization schon ewig, also es war schon immer, Webseiten bauen, damit ein Algorithmus sie lesen kann.
Veronika42:43Ja, das ist, ja gut. Das hat sich ständig gedreht.
Fabian42:47Das heißt, ich glaube, was zieht, ist wahre Inhalte. Und nicht KI generiert, sondern wahre Inhalte, originäre Gedanken, so aufbereitet, dass sie für Mensch und Maschine beide lesbar sind. Und dann nicht immer den Trend, sondern ich glaube, wahre Substanz hält länger. Das heißt, wenn du einen Blog hast, dann ist der zeitlos, ein zeitloser Artikel. Und der wird auch noch in drei, vier Jahren gefunden. Also schreibe nicht für morgen, sondern schreibe für etwas, was man in fünf Jahren auch noch lesen möchte. Und mach es nur auffindbar. Und das ist so die technische Hürde. Es gibt leider viele Seiten, die sind einfach so schlecht programmiert, dass man sie einfach nicht lesen kann, auslesen kann. Das ist so ein bisschen die Krux.
Veronika43:25Du meinst jetzt, dass der Mensch hier nicht lesen kann?
Fabian43:28Wie ein Ladengeschäft. Du musst den Ladengeschäft wenigstens so machen, dass ein Passant es auch findet. Also ein Klingelschild haben, ein Türschild haben. Vielleicht auch noch ein schönes Schaufenster. Mach dir also Gedanken, wie es ist, aber mach es auch zugänglich. Weil wenn der Laden ständig geschlossen ist oder oben im Keller liegt und keiner ihn findet, dann kannst du noch so tolle Waren haben. Keiner findet dich zufällig. Es sei denn, du machst ein Invite-only, dann bist du aber wie ein Medienunternehmen, die mit Paywall haben und sagen, unsere Inhalte sind nur gegen Zahlung findbar.
Veronika43:55Was denkst du denn, wie es sich entwickeln wird? Wird das Netz sichtbar bleiben für den Menschen oder wird es sich dahin entwickeln, dass du nur noch die Agents suchen lässt?
Fabian44:05Das ist eine sehr gute Frage. Also was wir jetzt gerade beobachten, ist natürlich, dass die Leute durch Perplexity und ChatGPT oder auch Google KI, also Gemini, immer weniger auf Seiten gehen. Der Traffic bricht ein. Also die Medienunternehmen haben festgestellt, oh, die Leute lesen nicht mehr den Artikel, sondern lassen sich über eine KI die Zusammenfassung geben. Gleichzeitig hatten wir das schon vorher bei Facebook, Instagram und LinkedIn, als die aufgehört haben, weiterzuleiten. Ja, wir wissen inzwischen, LinkedIn straft dich ab, wenn du einen Link in den Text packst. Das ist leider so unausgesprochen, haben wir das rausgefunden, wenn du einen Link, der rausführt, aus LinkedIn führt, dann wird der nicht mehr so stark verteilt. Kurzum, LinkedIn hat gesagt, wir wollen nicht, dass die Leute unsere Plattform verlassen. Hat Meta übrigens auch gemacht und damals gab es schon riesige Einbrüche auf ganz vielen Webseiten, weil da einmal der Traffic nicht mehr gekommen ist. Das ist dieser ewige Kampf. Jemand da draußen, so wie wir, ist ein Creator, wir versuchen Inhalte zu generieren und die großen Medienkonzerne, und dazu gehört LinkedIn, wollen, dass niemand ihr Haus verlässt. Und das ist ein Rat Race, also das ist ein Rennen von allen, so ein Wettbewerb.
Veronika45:06Ja, und Aufmerksamkeit ist halt eine Währung. Aufmerksamkeit ist eine Währung und die Marktstreierei wird immer größer. Und was ich zum Beispiel bei mir feststelle ist, wir haben das ja unseren Medienkonsum massiv runtergesetzt. Also ich glaube, ich noch krasser als du. Ich habe ungefähr Mediennutzungszeit im Schnitt pro Tag 10 Minuten. Also heißt jetzt Instagram gucken, bla, so ein bisschen muss ich auch noch up to date bleiben und gucken, was unser Netzwerk so macht, weil ich einfach alles, auf Arbeit fokussiere, wenn wir keine Kinderzeit haben. Das heißt, für mich ist es einfach die nächste Frage, wie bekommst du Aufmerksamkeit? Und was ich da ein super spannendes Thema finde, ist halt auch Personal Branding. Das stelle ich auch immer wieder fest. Menschen wollen in diesen Zeiten Menschen folgen, denen sie vertrauen. Da haben wir wieder das Trust-Thema ganz vom Anfang. Spannende Zeiten, spannende Zeiten. Und gleichzeitig stelle ich fest, dass die Menschen immer schneller, immer mehr scrollen und überhaupt nicht mehr, wirklich tief in Themen einsteigen, sondern relativ flach an der Oberfläche bleiben. Ich habe neulich einen Post gesehen aus den USA von einer Lehrerin, die total verzweifelt ist, weil sich Kinder nicht mehr länger als 10, 20 Sekunden konzentrieren können. Also genau diese TikTok-Story-Länge. Was das alles noch bedeutet, das müssen wir irgendwann anders vielleicht nochmal aufgreifen. Ich finde es eine sehr, sehr spannende Entwicklung. Das würde jetzt hier einfach zu tief gehen. Das würde gerne aufnehmen.
Fabian46:45Weil das ist echt ein Thema, das sich ständig bewegt. Super und auch in einem Tempo. Das Tempo nimmt zu und ich glaube das ganze Branding, wie erhalte ich eine Marke, wie können wir das machen.
Veronika46:54Wie baue ich eine neue Marke.
Fabian46:56Entweder eine neue Marke, wie erhält man eine Marke, wie bleibt man modern. Ich würde super gerne auch mal eine gemeinsame Bekannte als Gast reinhandeln, jedenfalls als WhatsApp, dass wir einfach mal anfangen, vielleicht mal ein paar WhatsApps einzuspielen von Leuten, die wir interviewt haben. Personal Branding. in der Zeit der KI.
Veronika47:13Schreibe ich Steffi gerne. Ja. Grüße gehen raus. Genau, in diesem Sinne, ihr Lieben, glaube ich, haben wir euch wieder super viel auf die Ohren gegeben. Viel zum drüber nachdenken, viel zum Durchdenken, viel vielleicht auch zum selber ausprobieren. Wie gesagt, KI ist zwar dynamisch und schnell, Sie ist aber auch eine Lehrerin, wenn es um ihre eigene Sache geht. Also ich frage meine KIs regelmäßig, wie ich Expertin in dem oder dem teilwerde oder was ich lernen soll. Ich lasse mir quasi die Antworten nicht vorkauen, sondern ich will es selber lernen und selber können. Super praktisch, sich da selber weiterzubilden. Und Fabian, hast du noch ein paar letzte Worte? Klingt jetzt ein bisschen, als würdest du auf der Guillotine sitzen, was du nicht tust. Aber was warst du denn? Was du den Hörerinnen und Hörern mitgeben willst.
Fabian48:07Die Hörer wissen ja nicht, dass ich immer ein brutales Feedback direkt im Anschluss kriege.
Veronika48:11Heute warst du fein.
Fabian48:13Das ist ja mal schön.
Veronika48:16Wir grooven uns ein.
Fabian48:16Viel mehr Themen vor. Ich lerne dazu, dass wir, wenn wir ein Thema finden, wir das gerne durchdiskutieren. Und wir brauchen nicht jedes Mal fünf Themen vor Folge, sondern dass wir vielleicht uns selber auch abstimmen, welches Thema wir in der Tiefe bearbeiten. Vielleicht gehen wir auch selber lieber in die Tiefe als in die Breite pro Folge.
Veronika48:34Wir gucken mal. Ihr könnt uns das sehr gerne wissen lassen, was ihr hören möchtet, wo wir tiefer einsteigen sollen. Wie gesagt, ich packe euch alle relevanten Links wieder in die Shownotes. Ihr könnt uns auch super gerne eine E-Mail schreiben. Ihr könnt uns auf LinkedIn anhauen mit einer persönlichen Nachricht. Dann kriegt ihr auch vielleicht nach einer Woche oder nach zwei, wenn wir durch die Nachrichten durch sind. Auch eine Antwort, das dauert im Moment alles ein bisschen länger, da sich unsere Kinderbetreuungssituation noch weiter verkürzt hat. Und ja, in diesem Sinne würde ich sagen, vielen Dank, dass ihr bis hierher zugehört habt. Es hat wieder viel Spaß gemacht, Fabian, mit dir über diese Themen zu sprechen. Es ist quasi einmal im Monat unsere Diskussionszeit. Im Alter kommen wir irgendwie nicht dazu, zwischen Firma, Kita, Haus und Co.. In diesem Sinne, dann klicke ich uns jetzt hier einmal raus. Vielen Dank nochmal fürs Zuhören. Das war Unternehmer:Leben für heute mit Fabian und mir. Und wenn euch die Folge gefallen hat, abonniert unseren Podcast gerne auf Spotify, Apple Podcasts oder wo auch immer ihr eure Podcasts gerne hört. Und wenn euch beim Zuhören jemand eingefallen ist, für den diese Folge oder die Themen darin spannend sein könnten, schickt sie gerne weiter. Auch freuen wir uns natürlich über euer Feedback zu unseren Folgen. Wir hören uns in den nächsten Folgen. Bis dann, bleibt neugierig, lasst es euch gut gehen.
