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Worum es geht
Veronika und Fabian fragen, wie viel Verantwortung jeder selbst für seine Gesundheit trägt und wo der Staat eingreifen sollte, etwa bei der Manipulation durch die Lebensmittelindustrie. Sie sprechen über die Basics, die jeder umsetzen kann: Weglassen von Zucker und Alkohol, Handy raus aus dem Schlafzimmer, kühl und dunkel schlafen und kleine Bewegungsroutinen statt Fitness-Vorsätzen. Zum Schluss geht es um ihre Erfahrungen mit gesetzlicher und privater Krankenversicherung und warum beide Systeme aus ihrer Sicht zu wenig für Prävention tun.
Keine medizinische Beratung. Sprecht mit eurer Ärztin oder eurem Arzt.
Sendeablauf
- 01Eigenverantwortung für die eigene Gesundheit
- 02Bequeme Ausreden: keine Zeit, ich bin gesund
- 03Lebensmittelindustrie zwischen Versorgung und Manipulation
- 04Schlaf: dunkel, kühl, ohne Handy
- 05Kleine Bewegungsroutinen im Alltag
- 06Ist Prävention eine Frage des Geldes?
- 07Gesetzliche vs. private Krankenversicherung
O-Töne
„Wenn ich eigenverantwortlich lebe, übergebe ich die Verantwortung für mein Leben nicht an eine dritte Instanz – nicht an den Staat, nicht an meinen Arbeitgeber, nicht an meinen Ehepartner.“
„Mein Körper ist eigentlich die erste Investitionsgrundlage, und dann kommt alles andere.“
„Der erste Schritt von Prävention, der unabhängig vom Einkommen ist, ist Weglassen. Lass Alkohol weg, lass Zucker weg – das kann sich jeder leisten.“
„Ich war in den letzten Jahren regelmäßig bei Ärzten, aber nie, weil ich krank war, sondern immer, weil ich gesagt habe: Lieber Arzt, ich möchte gesund bleiben.“
„Es ist nicht richtig, dass menschliche Gesundheit davon abhängt, ob du einen Job hast, wer deine Eltern waren oder welche Startbedingungen du hattest.“
„Meine private Krankenkasse, geschweige denn die gesetzliche, fördert nicht die Gesunderhaltung. Die Krankenkassen sind noch ganz hinten dran, was Prävention heißt.“
Zuschauerfragen
Ist man selbst schuld, wenn man krank ist?
Veronika und Fabian Westerheide sehen jeden Menschen grundsätzlich selbst in der Verantwortung, etwa dafür, was im Einkaufswagen landet und ob man Zutatenlisten liest. Gleichzeitig betont Veronika, dass Genetik, Veranlagung und die Manipulation durch Werbung mitspielen. Fabian findet, der Staat müsse dort helfen, wo Menschen süchtig sind, und gegen Missbrauch durch die Industrie vorgehen.
Kann man Prävention betreiben, ohne viel Geld auszugeben?
Ja, sagt Veronika Westerheide: Der erste Schritt der Prävention ist aus ihrer Sicht das Weglassen – von Alkohol, Zucker und hochverarbeiteten Kohlenhydraten wie Weißbrot. Bei der Bewegung empfehlen Veronika und Fabian kleine Schritte wie Treppe statt Fahrstuhl, kurze Runden um den Block oder Spaziergänge statt Sitzen. Zugleich ärgert es Veronika, dass Dinge wie Supplemente und Labortests in Deutschland vom Einkommen abhängen.
Was hilft Veronika und Fabian Westerheide für besseren Schlaf?
Veronika Westerheide rät, das Handy außerhalb des Schlafzimmers zu lassen, auf Fernseher und Tablet im Schlafzimmer zu verzichten und ruhig, dunkel und kühl zu schlafen. Beide gehen früh ins Bett und halten sieben bis acht Stunden Schlaf für sinnvoll. Fabian legt sein Telefon abends weg und holt es erst am nächsten Morgen wieder – rund zwölf Stunden Offline-Zeit.
Gesetzliche oder private Krankenversicherung – was ist besser?
Veronika und Fabian Westerheide waren lange gesetzlich versichert und sind als Selbstständige in die private Krankenversicherung gewechselt. Als Gründe nennen sie planbare Beiträge, einen festen Leistungsvertrag, schnellere Termine und die Rechnungen, mit denen sie sehen, was Ärzte abrechnen. Sie betonen ausdrücklich, dass das keine Versicherungsberatung ist, jeder selbst entscheiden muss und ein Wechsel faktisch unumkehrbar sein kann.
